Die Pozzi sind wasserreiche Grassenken auf 1.800 m Höhe, die in Korsika eine atypische alpine Hochebene bilden. Das Bild ist beeindruckend: ein Granitkessel rahmt eine grüne Wiese ein, übersät mit kleinen durchsichtigen Seen, am Fuß des Monte Renoso. Es ist eine der fotogensten Wanderungen Südkorsikas und eine der technisch zugänglichsten.

Datenblatt

KriteriumDetail
StartpunktParkplatz Val d'Ese (45 min mit dem Auto von Le Relais U Machjonu)
Distanz8 km hin und zurück
Höhenmeter+500 m
Dauer4 h hin und zurück
NiveauMittel
Beste ZeitMai bis Oktober (Juni-Juli für maximales Grün)
Wasser unterwegsQuellen auf der Hochebene (müssen gefiltert werden)

Die Route Schritt für Schritt

Vom Parkplatz Val d'Ese (Zufahrt von Bastelica über die Forststraße) beginnt der Weg im Laricio-Kiefernwald. Rechnen Sie mit 30 Minuten gleichmäßigem Anstieg durch die Kiefern, dann öffnet sich der Blick auf die Höhenweiden. Der Anstieg wird sanfter und der Granitkessel erscheint in der Ferne. Der Weg quert dann feuchte Wiesen — hier erreichen Sie die ersten Pozzi (die «Brunnen» auf Korsisch).

Einmal auf der Hochebene, nehmen Sie sich Zeit, mehrere Pozzi entlangzugehen. Das Wasser ist durchsichtig, die Blumen im Juni spektakulär (Wildorchideen, Affodille, Bergwindröschen). Picknick am Wasser, dann Rückweg auf demselben Pfad. Etwa 4 Stunden hin und zurück mit einer entspannten Mittagspause.

Spezifische Ausrüstung

  • Wanderschuhe mit Knöchelhalt (der Weg ist streckenweise steinig).
  • Mindestens 1,5 L Wasser (Quellen vorhanden, müssen aber unbedingt gefiltert werden).
  • Fleece oder Windjacke (auf 1.800 m weht häufig Wind).
  • Sonnencreme Schutzfaktor 50 (die Strahlung auf 1.800 m ist intensiv).
  • Reichhaltiges Picknick und Snacks (5-6 Stunden vor Ort einplanen).

Warum vor dieser Wanderung im Le Relais U Machjonu übernachten?

Um morgens 30-45 Minuten Fahrt zu sparen und ausgeruht aufzubrechen. Le Relais U Machjonu, unser kleines Gasthaus mit Blick auf den Tolla-See, liegt 45 Minuten vom Parkplatz entfernt, im Vergleich zu 1h15 ab Ajaccio. Sie essen auf der Terrasse zu Abend, gehen früh ins Bett und brechen im Morgengrauen auf. Auf dem Rückweg gibt es nichts Besseres als ein Bad im Tolla-See, um die Beine nach 4 Stunden Marsch zu lockern.